
| Durch die aesthetische Linienführung ist eine stilisierte Kraft ausstrahlt. Die Form zeigt einen Menschen, der zwischen seinen beiden Händen eine Kugel hält und sie in Ruhe betrachtet. Die Kugel symbolisiert die Welt der Erscheinungen, seien sie ausserhalb Betrachter der Skulptur überlassen, ob er sie Skulptur als diejenige sieht, welche die Welt um sich herum anschaut -- oder als diejenige, welche die Welt in sich selbst drin versucht zu sehen und zu begreifen -- oder beides! Dies sind Möglichkeiten, die Beziehung des dargestellten Menschen zur Kugel, der Welt, die er in den Händen hält, zu interpretieren. Diese scheinbar verschiedenen Betrachtungen sind Möglichkeiten sich mit der menschlichen Existenz auseinanderzusetzen, sind Möglichkeiten zur Selbstwahrnehmung. Dieses "Betrachten" ist ein Ausdruck einer im Menschen tief innewohnenden Sehnsucht, der Sehnsucht nach Einheit. Verspielt sind die Formen im unteren Teil der Skulptur. Sie zeigen die Vielfältigkeit des menschlichen Lebens. Dann, durch das Überfliessen dieser Linien in einen schlichten Körper spürt man die Beschränkung auf das Wesentliche. Auch tritt dadurch Ruhe ein, die aus der Kraft des Zusammenziehens der Vielfältigkeit und der Konzentration auf das Wesentliche entstehen konnte. Der Kopf der Skulptur ist klein. Dadurch soll zum Ausdruck kommen, dass das Sehen, das Wahrnehmen nicht nur mit dem Kopf möglich ist, sondern dass der Mensch noch andere Fähigkeiten in sich birgt, mit denen er sehen und wahrnehmen kann. |
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